Flächenfresser Mensch: Boden als verkannte Ressource

Die vielleicht verkannteste Ressource unserer Erde wird buchstäblich mit Füßen getreten: Der Boden. Er ist nicht vermehrbar und in seiner Lage fixiert, ist also die kostbarste Immobilie, die wir haben.  Am 28. November 2013 wurde das Dilemma um den Boden als Ressource im Rahmen der FUTURE LECTURES an der BOKU Wien näher beleuchtet.

Ein gesunder Boden ist Grundlage für Nahrungsmittelproduktion, Grundwasserspeicherung und -reinigung sowie physischer Träger für die menschliche Zivilisation. Täglich werden in Österreich circa 22 Hektar Boden verbaut, was in etwa der Größe eines durchschnittlichen österreichischen Bauernhofes entspricht. Diese Flächen stehen nachfolgenden Generationen nicht mehr zur Erfüllung der natürlichen Bodenfunktionen zur Verfügung, da der Prozess der Versiegelung praktisch irreversibel ist.

Schon der Name Universität für Bodenkultur legt eine Befassung mit diesem Thema nahe. Wie kann jedoch die Universität ihre Erkenntnisse an die Öffentlichkeit weitergeben? Welche Themen werden behandelt? Werden die Studierenden, jene AkteurInnen, welche die Brücke in die Gesellschaft am wirksamsten schlagen könnten, ausreichend in diese Diskussionen eingebunden?

Mit Beiträgen aus Forschung, Praxis und der Welt der Studierenden hat die Universität für Bodenkultur eine bunte und vielschichtige Veranstaltung geboten.

GesprächspartnerInnen waren: Prof. Markus Fiebig (BOKU, Institut für Angewandte Geologie), Prof. Sophie Zechmeister-Boltenstern (BOKU, Institut für Bodenforschung), Dr. Kurt Weinberger (Generaldirektor der Österr. Hagelversicherung) und das studentische FUTURE LECTURE Team der BOKUIm Anschluss an den thematischen Teil bot sich die Gelegenheit zu einem ungezwungenen Austausch und Networking bei einem Buffet aus biologischen, regionalen Zutaten sowie einem Glas preisgekrönten BOKU-Wein.

Fotos der FUTURE LECTURE I 2013

Kurt Weinberger

Markus Fiebig

Sophie Zechmeister-Boltenstern

Gustav Puhr