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© FORUM Umweltbildung
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Wandel kommunizieren – Kommunizieren im Wandel

Eine Gruppe von Studierenden und Wissenschaftlerinnen der Universität Klagenfurt organisierte die Future Lecture "Wandel kommunizieren - Kommunikation im Wandel", die am 29. November im Lakeside-Park am Stadtrand von Klagenfurt stattfand. Mit dabei waren u.a. der Science Buster Florian Freistetter und Katharina Rogenhofer von „Fridays for Future“ Österreich als Keynote-Speaker. Danach wurden verschiedene Workshops von überwiegend lokalen und jungen Initiativen angeboten. 

Durch die jüngsten Ereignisse wie die Demo-Streiks der Fridays For Future-Bewegung wird der Klimawandel stärker in den politischen Fokus gerückt. Zugleich zeichnet sich ein kommunikativer Wandel ab, der die etablierten Kommunikationsmechanismen in Frage stellt und herausfordert. Prominente Beispiele hierfür sind neue Wege der Meinungsbildung durch Social Media oder die Wiederentdeckung von Streiks als Mittel der Kommunikation durch junge Menschen. Diese Themen des gesellschaftlichen und klimatischen Wandels wurden bei den Future Lectures in Klagenfurt am 29. November 2019 aufgegriffen. Klassische Kommunikationsmechanismen wurden dabei auf den Kopf gestellt und neue Kommunikationswege mit SchülerInnen, Studierenden, WissenschaftlerInnen und anderen Gesellschaftsgruppen beschritten. Ziel der Veranstaltung war es, gemeinsam mit anderen TeilnehmerInnen diese neuen Wege der Kommunikation generationsübergreifend zu erkunden, zu reflektieren, sich dazu auszutauschen und voneinander zu lernen. 

Nach den Eröffnungsstatements durch Vizerektorin Doris Hattenberger, Anna Streissler vom FORUM Umweltbildung sowie den Video-Grußworten von Dennis Meadows lauschten alle Science Buster Florian Freistetter. An Hand von Beispielen aus der Astronomie diskutierte er u.a. die Unterschiede von astronomisch bedingtem und menschengemachten Klimawandel und warnte vor zu großer Technologiegläubigkeit. Auch wenn Kernfusion eine spannende Technologie sein mag, die in Zukunft potentiell einen Beitrag zur Lösung des menschlichen Energiebedarfs leisten kann, so wird ihre Anwendung wohl erst Ende des 21. Jahrhunderts ausgereift sein. Daher darf sie nicht als verheißungsvolle Waffe gegen den Klimawandel gesehen werden. Katharina Rogenhofer, eine der Mitbegründerinnen von Fridays for Future Österreich und Initiatorin des Klimaschutzvolksbegehrens, die direkt von der Wiener Großdemonstration anlässlich des 4. weltweiten Klimastreiks nach Klagenfurt gereist war, berichtete von persönlichen Erlebnissen als junger Biologin, die sich statt für den Wissenschaftsweg dafür entschied, mit zivilgesellschaftlichen Mitteln von Streik und Volksbegehren auf die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam zu machen. Wesentlich ist für sie neben der Faktenzentriertheit eine wichtige Balance zwischen der Vermittlung von Dringlichkeit und einer positiven Vision, gemeinsam mit Gleichgesinnten noch rechtzeitig die Klimakatastrophen abwenden zu können.

Anschließend widmeten sich neun Workshops unterschiedlichen Themen des (Klima-) Wandels sowie innovativer Kommunikationsstrategien zu Nachhaltigkeit, Wissenschaft, Bildung, politischem und gesellschaftlichen Engagement und zwar:

  • Alexander Brenner, BA MA: Klimawandel und Armut
  • Best of the Rest: Lebensmittelverschwendung vermeiden
  • Ecognize: Global Goal 13 - Maßnahmen für den Klimaschutz
  • Fridays4Future: Streiken, aber was nun? Sammlung von Projekten und Ideen für die Zukunft
  • Green Event: Ist Eco-Labelling, insbesondere das Österreichische Umweltzeichen, ein wirksames Kommunikationsinstrument?
  • Klimareporter.in: Motivation aus der Klimakrise schöpfen
  • Ökosoziales Forum: Komplexe Systemzusammenhänge spielerisch erklärt
  • Sören Lex, BA: Was ist eigentlich ökologischer? Jute oder Plastik?
  • Transition Town: Wie initiiere ich eine Transition-Town und schaffe damit einen Ort des Wandels?

Die BesucherInnen konnten sich mit Hilfe von Pitches im Plenum für einen Workshop entscheiden, wobei die OrganisatorInnen dafür sorgten, dass sie sich möglichst gleichmäßig auf die jeweiligen Stationen verteilten. In den Workshops diskutierten BesucherInnen im aktiven Austausch mit den WorkshopleiterInnen ein Thema, Fragen wurden gemeinsam erörtert und die Ergebnisse wurden auf Flipcharts festgehalten. Diese waren im Anschluss zur Ansicht für alle VeranstaltungsteilnehmerInnen aufgestellt werden und ermöglichten eine Vertiefung der Diskussionen. Zusätzlich wurden die WorkshopleiterInnen nach Ende der Workshops zu den Ergebnissen interviewt, diese Interviews gefilmt und anschließend auf Social Media-Kanälen der Uni Klagenfurt veröffentlicht.

Die Moderation erfolgte professionell und charmant durch die zwei Studierenden Lilia Schmalzl und Magdalena Jerabek von der AAU Klagenfurt. Einen gemütlichen Ausklang gab es bei klimafreundlichen vegetarischen Kärntner Köstlichkeiten, u.a. zubereitet von „Best of the Rest“, einem Restaurant, das gerettete Lebensmittel verarbeitet. Wir gratulieren dazu, dass die Veranstaltung als Green Event zertifiziert wurde.

Das Future Lectures Team bestand aus Jaqueline Müller, Stefanie Preiml, Lilia Schmalzl, Kirsten von Elverfeldt, Caroline Weberhofer und Moremi Zeil.

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